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ABSTRACT „Musik und so“: Erfolgreiche Konvergenz am Beispiel des Intro-Verlags – eine Wertschöpfungsnetz-Biografie

Dies ist das Abstract meiner Masterarbeit am IJK.

Der Intro-Verlag ist mit kostenlosen, redaktionellen und sozialen Medien und Veranstaltungen im Popkulturkontext erfolgreich. In einer neuartigen Wertschöpfungsnetz-Biografie wird der Erfolg des ehemaligen Fanzines qualitativ anhand von Expertengesprächen und Primärquellen untersucht.

Es wird deutlich, dass eine erfolgreiche Konvergenz der heterogenen Stakeholderinteressen wesentlich zum Erfolg beigetragen hat. Sie motivierte zu teils nicht monetär vergütetem, hohen Einsatz der Beteiligten, deren Ziel u. a. Status und Austausch war. Dezentrale, integrative Organisation ermöglichte einen günstigen Eigenvertrieb der Magazine, sowie den Szenekontakt. Es entstand Offenheit für Feedback und Innovation; in Folge schuf flexibles Nutzen weiterer Kommunikationsmöglichkeiten vielfältige Erfahrungswelten, meist mit Nutzerbeteiligung. Damit konstituierte Intro einen „Blauen Ozean“ und neue Wege für Auseinandersetzung mit Kultur in einem Märkte überlagernden Kommunikationsnetz.

MA

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Netzeffekte

Der wunderbare Post

Introducing Exchange Rates for Blog Comments and Interactions bei louisgray

von dem ich bei netzwertig erfahren habe (vielen Dank dafür) versucht die verschiedenen Formen von Links, Anmerkungen uva. die rund um Kommunikation im Internet möglich geworden sind gegeneinander aufzurechnen, und eine Rangfolge der Wertigkeit zu kreieren. Was für eine wunderbare Idee, und Verdeutlichung der Netzeffekte:

„Je eingebundener ein Partner ist, umso größer ist dessen Wertbeitrag zum Netzwerk (Hamel, 2001: 33). Verdeutlicht werden kann diese anhand der Rolle des Rezipienten innerhalb der Medienwertschöpfungskette. In der herkömmlichen Sichtweise dient der Rezipient einseitig als Ziel für das mediale Produkt. Heute erbringt der Rezipient selbst ohne zwingend eigene Produktionstätigkeit einen Zusatznutzen zum Produkt durch Netzeffekte. Ein Einstieg oder Verbleib in einem Netzwerk bringt einen Mehrwert: deren Nutzen steigt durch eine qualitative und quantitative Ausweitung des Netzwerks (besonders deutlich wird dieser Effekt bei Onlinecommunities, deren Wert sich nach Metalcafe’s Gesetz exponentiell verändert, d. h. (Anzahl der Nutzer)² (Zerdick, Picot & Schrape, 2001: 157-162; Maier, 2009: 23-27).“

Soweit ich – aus dem Zusammenhang gerissen – in einer Studienarbeit. Die Beobachtungen von louisgray würden bedeuten,

  1. dass es unterschiedliche Kontaktarten gibt, und der Wert eines Netzwerks (Metalcafe) unterschiedlich stark steigt
  2. Wertschöpfung nicht nur netzwerkartig (nicht linear in Wertketten, aber das ist ein anderes Thema) abläuft, sondern darin wiederum hierarchisch
  3. dass GfK und Co demnächst anfangen, ‚Währungen‘ für Onlinekommunikation auszugeben
  4. sich die Überlegungen in Spähren bewegen, die kein (99,9%) Ökonom bisher begreifen kann

Und jetzt schreibe ich über jeden dieser Punkte noch ein Essay.


Hamel, G. (2001). Das revolutionäre Unternehmen: wer Regeln bricht, gewinnt. München: Econ.

Maier, M. (2009). in der Neuauflage 3: M. Karmasin & C. Winter (Hrsg.), Grundlagen des Medienmanagements .

Zerdick, A., Picot, A. & Schrape, K. (2001). Die Internet-Ökonomie: Strategien für die digitale Wirtschaft. Berlin: Springer.