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DMEXCO 2013: Paper, People, Potential

Auch Digitales braucht eine analoge Messe, wie anno dazumal. Deswegen gibt es die dmexco in Köln, mit fast drei Messehallen voller bits & bytes Europas größte ihrer Art.

Mein Messebesuch macht zu gleichen Teilen das Neue und das Alte aus: neue Menschen und Ideen kennen lernen und alte Bekannte, Kollegen und Kommilitonen treffen  – das hat auch 2013wieder prima geklappt. Was ich im Einzelnen spannend fand, fasst dieser Post zusammen:

Social Media Monitoring wird dmexco-Thema

Endlich gibt es sie: die großen Monitorwände der Monitoringanbieter. Zeigen, was man hat. Tools kamen in mein Blickfeld wie das fraunhofer EmotionsRadar (komplexe Darstellung von auf den ersten Blick ordentlich aufbereiteten Daten) und es wurden neue Visualisierungsmöglichkeiten präsentiert, wie Brandwatch Vizia (spielerische aber professionell anmutende Darstellungsmöglichkeit für das bekannte Tool). Andere Anbieter von Social Media Monitoring hatten leider mehr Wert auf Standdesign denn auf ausreichend Geräte für Tooltests gelegt, schade. Spaß gemacht haben auf jeden Fall die Fachsimpeleien – und die Vorfreude auf neue Features.

Recruiting auf der dmexco

Einen Stand mit alleinigem Recruitingfokus auf der dmexco? Eine Spieleschmiede aus Hamburg bietet bei Kicker und Kaffee Karrieremöglichkeiten – und sonst nichts. Braucht es auch kaum, wenn das Geschäftsmodell Ingame-Verkäufe sind und nicht -Advertising. Ein schönes Beispiel für die andere digitale Welt, die auf der dmexco ansonsten fehlt – es geht hauptsächlich um Onlinewerbung und e-commerce Lösungen. Neben den Gamern machte auch eine Firma für Punktesammler Personalmarketing in Köln:dmexco-recruiting-digital-jobs

Projekt papierlose dmexco – denkt digital, zeigt, was ihr könnt!

Es ist nahezu unmöglich, kein Papier am Stand angeboten zu bekommen. Schlecht für eine Digitalmesse. Keine – nichtmal die „Kreativagenturen“ – hatten ein überzeugendes Konzept um einen potentiellen Kunden gleich am Stand – idealerweise digital – zu kontakten. Natürlich kann es auch mal die gute Oma Visitenkarte sein – aber das ist doch nicht etwa alles was mir die „visierte virtuelle volldigitale Agency“ zu bieten hat? Schade.

Auch die Kundendialog-Stele – die mir ein sehr engagierter Berater einer Agentur vorbildlich schmackhaft gemacht hat – kam am Stand selber nicht zum Einsatz. Würde ich gerne drauf verlinken, mangels Link (!) auf dem von mir abfotografierten Flyer müsste ich das nachreichen.

Was war noch so? Facebook, Google, Wankelmut

  • Facebook mit einem sehr nüchternen, funktionalen Stand. Ich fand ihn allerdings sehr passend zum Produkt.
  • Google mit Fokus auf YouTube
  • teilweise irreführende Selbstbeschreibungen der Aussteller an den Ständen – führte zu interessanten aneinandervorbei-Gesprächen
  • eine im großen und ganzen hilfreiche dmexco App
  • ordentlicher Handyempfang dank LTE
  • ein toller Wankelmut bei der Spotify-Standparty
  • nette Gespräche beim Abendausklang mit dem Brandwatch-Team

Nächstes Jahr wieder.

dmexco-spotify

dmexco-stand

dmexco-catering

Mad Ave Blues: Tech has taken us for a ride

Abgesehen vom repetitiven Refrain sind die ‚rhymes‘ in diesem Don McLean Cover ein Vergnügen.

via valleywag

Musique: Two Door Cinema Club // Coltrane Motion

Two Door Cinema Club

Geht durch die Decke, ohne Worte. Zur Zeit nur 11.904 Mal gespielt (1.262 Hörer) bei Last.fm, Maßnahmen laufen aber. Hierzulande (HH, B) z.B. beim Club NME live zu hören. Vielleicht schaff ichs ja. Unbedingt Myspace konsultieren. Weiterlesen

Co-Creation powered by Facebook

In Davos stellt Facebook sein Umfragetool vor (Link), und zieht das ganze wieder zurück (Link).

Schade! Idee war, dass man (also Menschen die dafür zahlen) über Facebook ad-hoc Umfragen durchführen können. Teils dienen dabei die Daten Facebooks als Grundlage, Teils werden Fragen gestellt. Ein feuchter Traum jedes Marktforschers – und genau der Nutzen, den solche Communities haben können. Einerseits zum Geld verdienen, andererseits um mithilfe der Menschen dort sein Produkt zu verbssen: Co-Creation. Gut natürlich, wenn man seine eigenen ‚Co-Creater‘ hat, auch nicht schlecht, wenn man auf Facebook zurückgreifen kann.

Es geht da nicht ums Bannerschalten!

Facebooks Service wird weiter entwickelt und in Zukunft Geld verdienen. Und: Unternehmen, die nicht an Systemen Netzwerken dieser Art partizipieren können werden es wirklich schwer haben! Weiterlesen

IKEA embraces: change Obamas color

Nun wird das Oval Office neu eingerichtet und IKEA ist dabei: unter embracechange09.com kann sich jeder sein eigenes Fastrund mit den Dachlatten von IKEA einrichten – „Use the options below to create your ideal oval office“. Selbstverständlich kann man seinen Einrichtungsvorschlag auch direkt ans Weiße Haus schicken. Nette Idee, Begeisterung für die URL.

embrace

Das alleine hätte mich nicht dazu gebracht, dies hier zu posten, sonst hätte ich ja auch diese Geschichte hier, mit der ich einen Heißluftballonflug über die Alpen gewinnen könnte, gebloggt. Bei meinem Versuch Innenarchitekt zu spielen stellte sich für mich plötzlich folgende Auswahlmöglichkeit:

obama

Bei dieser Person, von mir als Obama identifiziert – egal ob er es nun sein soll  – hat man wie bei den Möbeln die Möglichkeit sie zu rotieren, was politisch natürlich nicht nur in Hessen möglich sein soll, und man hat die Möglichkeit bei der Person die Farbe zu ändern. Was bestimmt für einige Menschen leider eine essentielle Option ist.

Netter Spaß, den sich IKEA da leistet. Aber noch nicht genug Details: selbstverständlich ist auch Bush weiterhin im Weißen Haus vertreten (s. vor der Tür rechts), ihm kann man je nach Geschmack verschieden farbige Übertöpfe spendieren.

Fixe Idee: Medienkonvergenz

„Waren Medien nicht schon ewig ein konvergentes Medium mit einem publizistischen und einem werblichen Zweck?“