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#Hashtag revisited – Nutzen, Chancen, Fehler

Wunderbar sind Hashtags , wenn man sich auf einer Veranstaltung, z. B. einer Konferenz, einem Fußballspiel – oder über eine (lineare) Fernsehsendung austauschen will. Einfach #hashtag in den Tweet und schon lässt sich nicht-institutionell Diskutieren. Eine Anmeldung braucht man nicht mehr, keiner muss umständlich auf eine Plattform surfen und das geringe Format nötigt dazu sich auf Wesentliches zu konzentrieren. Was natürlich auch eine Kunst ist. Weiterlesen

ABSTRACT „Musik und so“: Erfolgreiche Konvergenz am Beispiel des Intro-Verlags – eine Wertschöpfungsnetz-Biografie

Dies ist das Abstract meiner Masterarbeit am IJK.

Der Intro-Verlag ist mit kostenlosen, redaktionellen und sozialen Medien und Veranstaltungen im Popkulturkontext erfolgreich. In einer neuartigen Wertschöpfungsnetz-Biografie wird der Erfolg des ehemaligen Fanzines qualitativ anhand von Expertengesprächen und Primärquellen untersucht.

Es wird deutlich, dass eine erfolgreiche Konvergenz der heterogenen Stakeholderinteressen wesentlich zum Erfolg beigetragen hat. Sie motivierte zu teils nicht monetär vergütetem, hohen Einsatz der Beteiligten, deren Ziel u. a. Status und Austausch war. Dezentrale, integrative Organisation ermöglichte einen günstigen Eigenvertrieb der Magazine, sowie den Szenekontakt. Es entstand Offenheit für Feedback und Innovation; in Folge schuf flexibles Nutzen weiterer Kommunikationsmöglichkeiten vielfältige Erfahrungswelten, meist mit Nutzerbeteiligung. Damit konstituierte Intro einen „Blauen Ozean“ und neue Wege für Auseinandersetzung mit Kultur in einem Märkte überlagernden Kommunikationsnetz.

MA

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Taktik

Die vollständig verbundene und vernetzte, parallel genutzte Medienumwelt stellt Unternehmen vor vielfältige Planungsunsicherheiten. Vorhersagen für Entwicklungen, Mechanismen und Folgen sind immer weniger möglich und führen dazu, dass rationales Verhalten unmöglich wird.

jam

Rationalität braucht als Basis einen Ort*, „der als etwas Eigenes umschrieben werden kann“ (Certeau, 1988: 23, Hervorh. im Original). „Das ‚Eigene’ ist ein Sieg des Ortes über die Zeit. Es ermöglicht … sich … eine Unabhängigkeit gegenüber den wechselnden Umständen zu verschaffen.“ (ebd: 88, Hervorh. im Original). Es wird für die Beziehungen zur Außenwelt (z. B. Konkurrenz, Kunden) benötigt (ebd: 23). Dieses Eigene ist immer schwerer zu erlangen. Dadurch wird es wichtig angemessen Vorzugehen, und nicht zu versuchen, das komplex unsichere Umfeld zu kontrollieren. Statt einer Finalentscheidung müssen viele Einzelentscheidungen getroffen werden, statt Strategien müssen Taktiken angewendet werden. Anders gesagt: statt eine Komposition zu spielen wird nun improvisiert. Weiterlesen

syndicat i n t r o

Bei der Verteilung taktischer Intelligenz hat  intro den Löffel mal wieder recht hoch gehalten. Und zwar bei mir: http://www.intro.de/forum/plink/7/1224869141/1225270878

bubble

Mehr müsste man gar nicht wissen, denn genau so ist es nun umgesetzt worden. In der Ankündigung von Peter Flore war zwar nichts von einer ‚günstigsten’ Lösung zu lesen, dennoch scheint mein Ansatz überzeugt zu haben. Ich bin schon recht stolz auf meinen ersten Einsatz als N=1 – Co-Creator. Der gesamte Thread zeigt, wie eine Idee durch das Publikum aufkommt, diskutiert (intern/extern und beides zusammen) und letztendlich umgesetzt wird. Mehr Offenheit geht kaum.

Drei Fragen schließen sich an: 1. was bedeutet diese Offenheit für intro? 2. Was bedeutet diese spezifische Applikation für intro? 3. Wie sehen die Autoren diese Offenheit?

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