HR BarCamp 2013: „Würdest du auf der Straße einen Arbeitsvertrag unterschreiben?“ #HRBC13

21 Sessions wurden von 150 HRlern aus Unternehmen und Agenturen gestaltet: beim HR BarCamp 2013 wurde viel gelernt, diskutiert und irritiert. Themen waren unter anderem „internen Wechsel fördern“, „Guerilla lernen“, „Wie sieht die perfekte Stellenanzeige aus“, „Personalentwicklung im Wandel“, „Mobile Recruiting“ oder „Storytelling für Personal“ – auf der Website des HR BarCamp findet sich die gesamte Liste inkl. Vortragenden; dort ist auch die Dokumentation der Sessions von Absolventa zu finden. Diese macht eine eigene Inhaltsbeschreibung der Sessions überflüssig.Session HR BarCampNeben diesem Raster der 21 Sessions kommt es auch zu vielen Gesprächen zwischendrin, in denen die Themen weiter getrieben werden oder man sich einfach nur austauscht. So kann ein Gespräch zwischen Personalern, die für das gesamte HR Themenspektrum eines KMU zuständig sind und Spezialisten eines Großkonzerns für angenehme Irritationen sorgen, die eigene Themen unter ganz anderem Licht erscheinen lassen. Ebenso für viel Input sorgen Agenturvertreter mit ihren frischen Ideen, die meist auch mit möglichst wenig Salesdruck vorgetragen wurden.

Momente:

  • Einhellige Meinung, dass in der Bewerberkommunikation ganz auf professionelle Models zu verzichten ist und stattdessen eigene Mitarbeiter fotografiert und gefilmt werden sollten. Nur, „zu hübsch dürfen sie auch nicht sein, sonst glaubt es keiner“. Die perfekte Stellenanzeige ist dann zwar ohne Models aber ansonsten nahe an den Kriterien eines (Mode-) Onlineshops.
  • Was ist Mobile? In der Session zum „Mobile Recruiting“ gab es mindestens drei Varianten. Eine Optimierung des bisherigen Onlineangebots für mobile Anzeigen vs. einen kompletten Bewerbungsprozess unterwegs vs. mobil umgesetze Auswahl- bzw Persoanlmarketingevents. Das Mobile wichtig ist, leuchtete allen ein, dennoch gibt es kaum Hinweise auf gute Umsetzungen. Ein Problem könnte bei so schnell fortschreitender Entwicklung werden, dass sich bald der nächste Technologiesprung ereignet und HR immer weiter ins Hintertreffen gerät. „35% der Bewerber auf der größten Schweizer Online-Stellenbörse kommen über mobile“ (@juliane_wagner).
  • Frechmut war die Wortschöpfung des Events, Schöpfer war Jörg Buckmann und seine Tipps um neue Kommunikationsideen im Unternehmen umzusetzen bzw. umsetzen zu dürfen. „Einfach machen“ ist das Motto, zumindest einen Piloten und damit die Beteiligten abholen. Außerdem, wenn auch nicht so euphorisch vorgetragen, wurde die Gruselgeschichte vom „bloß nicht einzubeziehenden Mitarbeiter“ erzählt. Ich bin mir nicht sicher ob beides am Ende nicht das gleiche ist.HR BarCamp Session
  • Das Thema Unternehmensblogs war sehr heterogen besetzt: von Anfängern bis Übersättigten („HR-Blog Koller: Inhalte werden repetitiv, spannende Themen darf man eh nicht schreiben“) war alles dabei. Kontrovers auch die Inhalte, denn das Spektrum geht von der Vorstellung von Unternehmensbereichen bis zur Fokussierung auf die Mitarbeiter im Privaten (Hobbies), „die Bewerber wollen ja wissen, wer da so arbeitet“. Schön war das positive Fazit „Habe viele Bewerbungsgespräche geführt, wo die Leute über den Blog gesprochen haben, und nicht über die Unternehmensseite“.
  • Netzwerkorganisation der Zukunft: „Moderne Organisationen sind in funktional integrierte Zellen aufgebaut, die ihr Geschäft selbstständig Abwickeln“. Fürs Personal bedeutet dies: „die HRler sitzen nicht mehr in ihrem Büro, sie sitzen in der Zelle“. Personalarbeit ist keine Zentralfunktion mehr sondern wird bedarfsgerecht in jedem Teil des Unternehmens geleistet – ggf. sogar von nicht HR-spezifischen Mitarbeitern. Wer sich für dieses spannende Thema interessiert, sollte sich an Mark Poppenborg wenden.
  • Für verschiedenste relevante Kategorien Ausprägungen sammeln und dann zufällig kombinieren – dieser großartige methodische Input kam über die Session „Guerilla Learning“. Details und Beispiele dazu hat Karlheinz Pape gebloggt. Leseempfehlung!

Zum Abschluss die Erkenntnis, dass in keiner Session „Employer Branding“ im Titel steht. Der Begriff ist zwar in den Sessions gefallen, Thema war er aber nie. Auf Twitter stieß dies auf Begeisterung.

HR BarCamp 2013 TagCloud

HR BarCamp TagCloud – zum Vergrößern anklicken. Made with „wordle.net“

Fürs Weiterlesen empfehle ich den Beitrag um HRBC beim Blog personalmarketing2null.

Danke an Christoph Athanas und Jannis Tsalikis für ihr Engagement, ein BarCamp für HR zu veranstalten und für die Möglichkeit für mich, an den Veranstaltungstagen mit anpacken zu können.

HR BarCamp Logo

Eine Antwort zu “HR BarCamp 2013: „Würdest du auf der Straße einen Arbeitsvertrag unterschreiben?“ #HRBC13

  1. Pingback: Der Frechmut-Spirit im Personalmarketing | buckmannbloggt.

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