Rezipient >>> Partizipient

Der Begriff des Rezipienten ist – genauso wie der des Publikums –  nach wie vor aktuelles Vokabular bei der Beschreibung von medial-kommunikativen Vorgängen auch im Bereich der Netzwerkmedien.

Offensichtlich ist jedoch, dass diese Bezeichnung nicht mehr zeitgemäß sein kann. Der Rezipient als Reichweitenbringer (=Wertschöpfung) ist nur für lineare Medien passend. Er nimmt fremdes Kulturgut (Text, Ton, Bild) auf und muss dies zwangläufig übernehmen, da die Alternativen Begrenzt sind – diese Definition findet sich im Fremwörterduden.

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Heute entsteht durch Dialoge mit den ehemals institutionalisierten Kommunikatoren etwas völlig anderes, neues. Es ist der Wandel vom Rezipienten zum Partizipienten, der einen nicht unerheblichen Teil in der Wertschöpfung einnimmt. Er ist ein Teilhaber an der Wertschöpfung im Sinne des Partizipierens: Co-Creation und Netzwerkeffekte seien die größten Stichworte dazu. Die Eigenschaft der Verbundenheiten und Kontrollmöglichkeiten verändert sich, einjeder kann mit seinen eigenen Gedanken individuell vorstoßen und diese in eigene Kontexte setzten – etwas was dem Publikum nicht möglich war. Als Teil der Wertschöpfung muss der Partizipient dem (Medien-)unternehmen gut und teuer sein, denn es ist nun vom unkontrollierbaren Verhalten des Partizipienten abhängig – wie ich das schon für MTV beschrieben habe.

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