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Das Medienunternhemen Google war bei uns im Institut in Form des sehr netten Unternehmenssprechers für Mittel und Nordeuropa, Kay Oberbeck, zu Gast. Neben der unglaublich hohen Nutzung von YouTube wurden uns die Prinzipien von Googles Handeln erläutert und auch die ein oder andere Anekdote. Dazu später mehr.

Als Treiber für die rasante Entwicklung des Internet wurde die technische Entwicklung ausgemacht. Es ist schon eine faszinierende Vorstellung: wenn man berechnet, wie billig Speicher und Prozessoren seit 1982 geworden sind, und was sie seit dem an Leistung gewonnen haben, dann müsste man mit einem Kanister Benzin heute 2172 Umrundungen (je ca. 40.000 Km! = 86.880.000.000 m) um die Erde machen können – im Vergleich zu Preis/Leistung von 1982. Wenn nur ein Funken dran ist an der Rechnung, dann ist das schon eine beeindruckende Vorstellung.

Aber: ist diese gigantische technische Leistung alles um das Phänomen Google, YouTube und Internet an sich zu erklären (meiner Ansicht nach kann man in einigen Beziehungen durchaus sagen Google = Internet!)? Immerhin geschah alls rasend schnell: Um 50 Mio. (US-) Menschen zu erreichen brauchte das Radio 38 Jahre, das TV 13 – und Internet nur 4 (Quelle). Die technische Entwicklung ist dabei eine Seite des Chips, die andere Seite ist das was es für die Menschen wirlich erreicht hat: geringere Bedeutung von Raum und Zeit, Konnektivität, andere Flows, Nähe und Offenheit.

Folge der Offenheit ist, dass die Linearität medialer Kommunikation aufgebrochen wird. Die übliche Reihenfolge der Kommunikationskontexte wird aufgelöst, auf Kommunikationsnutzung kann z. B. auf Kommunikationsproduktion folgen oder beides gleichzeitig. Mit der technischen Leistungsfähigkeit hat das nichts zu tun, vielmehr ist es die Anlage und Konstruktion des Netzwerks, und das was (Beziehungen!) die Menschen daraus machen, welches seinen Erfolg ausmacht. So viel zum Status von Google:

Nur die Diskussion um Datenschutz etc pp. musste vom Publikum angeregt werden, wurde vom Gast jedoch mit Bravour gemeistert – wobei da jetzt natürlich nichts wirklich Neues zu erfahren war.

Ach ja, die Anekdote: da war also die Oma am Empfang von Google, und fragte nach einer bestimmten Strahlenbehandlung. Auf die Antwort vom Empfang, dass es hier keine medizinischen Behandlungen gäbe, sagte sie wiederum, dass der Arzt ihr empfohlen hätte bezüglich der Strahlenbehandlung doch mal bei Google nachzuschauen. Und deswegen sie sie hier.

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