Aufgrund der Neuveröffentlichung der Stylophone Beatbox möchte ich einmal all diese intiutiven/ einfachen/ kleinen/ revolutionären Möglichkeiten Musik zu machen zusammenfassen. Diese Liste wird nicht vollständig, dafür aber vollständig Multimedial sein: ein Onlinevideo sagt gerade zu diesem Thema mehr als viele Worte.
Los gehts mit der Stylophone Beatbox, die ich hoffentlich bald in Händen halten werde. Hier im Anwendungsbeispiel von Brett Domino, von dem auch andere hörenswerte Dinge im Web zu finden sind:
Ein wahres Wunder scheint eine Nintendo DS zu sein, auf der nicht nur Rätsel gelöst werden und gejumpt und gerunnt wird, sondern auch hochkarätig Musik gemacht werden kann, wie dieses Video beweist:
Alle bisherigen Beispiele – und viele hier nicht erwähnte Geräte und Programme – haben allerdings gemeinsam, dass sie nichts neues erschaffen, sondern nur die mittlerweile herkömmlichen Wege des Musikmachens in digitale und komprimiertere Wege übertragen haben. Die letzte große Revolutionen in der Musikerzeugung waren die Stromgitarre und dann Synthesizer, die eine elektonische Musik ermöglichten. Das ist mittlerweile aber auch schon über 30 (!) Jahre her. Dies sind aber alles keine Veränderungen beim “Machen” von Musik.
Wirkliche Veränderungen brachten die beiden vergangenen Jahre. Einmal machten Spiele wie Guitar Hero und alle Folgeformate, bei denen Controller als Instrumentenattrappen die Illusion des Selbermusizierens schaffen, und das ziemlich erfolgreich. Zum Weihnachtsgeschäft 2009 wurde eine DJ-Simulation in den Verkauf gebracht.
Außerdem gibt es auch wirklich neue Konzepte wie den Reactable. Auch wenn dieses Gerät schon seit 2003 entwickelt wird, bietet es ein völlig neues Musikerleben, das durch ein “Tangible-User-Interface” ermöglicht wird: der Interaktion mit dem Synthesizer durch anfassbare physikalische Objekte. Hier sind es Würfel mit verschiedenen Klangeigenschaften, welche auf einem runden Tisch abgelegt und eingestellt Musikmachen ermöglichen, und dies alleine wie auch kollaborativ, aber unabhängig von Vorkenntnissen und Abstimmungsnotwendigkeiten handgemachter analoger Musik. Am besten lässt sich dies im Video erleben:
Durch die neuen und alten Technologien können immer mehr Menschen Musik machen und erleben sowie an Musik mehr teilhaben als nur passiv dabei zu sein. Musik erobert immer neue Bereiche der Unterhaltung und wird somit immer allgegenwärtiger.
Wunderbar sind Hashtags , wenn man sich auf einer Veranstaltung, z. B. einer Konferenz, einem Fußballspiel – oder über eine (lineare) Fernsehsendung austauschen will. Einfach #hashtag in den Tweet und schon lässt sich nicht-institutionell Diskutieren. Eine Anmeldung braucht man nicht mehr, keiner muss umständlich auf eine Plattform surfen und das geringe Format nötigt dazu sich auf Wesentliches zu konzentrieren. Was natürlich auch eine Kunst ist. Weiterlesen →
Die Session Neue Erlösmodelle für die Digitalökonomie beim all2gethernow #camp war eine Zusammenfassung des aktuellen Stands in Sachen Kulturflatrate – leider nicht ganz das was der Name versprach. Immerhin war mit Marcel Weiss ein bekanntes Gesicht zu erleben. Der Besuch hat sich gelohnt. Weiterlesen →
Ausführlich wurde heute schon über die Kulturflatrate geredet – leider in der Session “Neue Erlösmodelle für die Musikindustrie”. Dieses Thema hat natürlich noch viel mehr zu bieten. Statt flacher “früher war alles besser”-Rhetorik möchten wir darüber diskutieren wie man die ständig wandelnden Bedingungen nutzt und auf die Zukunft vorbereitet ist.
Corporate Blogs sind natürlich nichts exotisches mehr: wie sollte auch die Kommunikation einer Organisation auf Augenhöhe mit ihren Anspruchsgruppen etwas außergewöhnliches und nicht etwa wichtigstes Kommunikations Dialogziel sein. Schaut man genau hin, sieht die Situation nicht ganz so fortgeschritten aus. Problem, wie sollte es anders sein, sind wieder die Nutzer, die Corporate-Blogs eher nicht trauen, so unsere Freunde Li und Bernoff aus der Groundswell.
Aus gegebenem Grund schaue ich mir mal den Unternehmensblog von spreadshirt an. Klar, dass dieses Unternehmen, dessen Geschäft sich wesentlich im Netz abspielt, nicht nur bloggt (bzw. vier Mitarbeiter tun das) sondern auch twittert und facebooked und myspaced etc… Weiterlesen →
Musik ist überall, es ist also ein Leichtes, sie im Internet zu aggregieren. Damit ist kein MashUp gemeint, welches Ideen verschiedener Künstler zu einem Musikstück vereint, sondern eine Gesamtheit aller Künstler und Musikstücke die im Internet irgendwie kommuniziert werden. Diese werden „angehäuft“ und durch Addition (möglich wäre auch Substraktion) miteinander verknüpft. Es entsteht ein Aggregat, welches grundsätzlich Additiv ist. Zudem, wie sich zeigen wird, ist es unmittelbar und damit seinerselbst ein Ausdruck des Flow: es aktualisiert sich ständig von selbst, also automatisch. Weiterlesen →
Putpat.tv spielt Videos im Internet ab. Gut, das können auch tape.tv, youtube.com und ’sogar’ mtv, aber hier ist endlich etwas möglich, was ich mir schon länger gewünscht habe: social Musikschauen!. Dazu später mehr.
Die Einladung zur geschlossenen Beta bei netzwertig.com frisch abgegriffen, konnte ich mir nun ein Bild von dem Dienst machen, der hier schon in einem längeren Text beschrieben wurde – ggf. diesen Post zuerst lesen!
Hier möchte ich nun auf Aspekte eingehen, die mir gut gefallen, und die ich bei anderen Musikvideosites so noch nicht erleben konnte. Weiterlesen →
Der Begriff des Rezipienten ist – genauso wie der des Publikums - nach wie vor aktuelles Vokabular bei der Beschreibung von medial-kommunikativen Vorgängen auch im Bereich der Netzwerkmedien.
Offensichtlich ist jedoch, dass diese Bezeichnung nicht mehr zeitgemäß sein kann. Der Rezipient als Reichweitenbringer (=Wertschöpfung) ist nur für lineare Medien passend. Er nimmt fremdes Kulturgut (Text, Ton, Bild) auf und muss dies zwangläufig übernehmen, da die Alternativen Begrenzt sind – diese Definition findet sich im Fremwörterduden.
Schon mal in der renovierten TIB Haus 1 (Hannover) gewesen? Lohnt sich, vor allem das Schließfachbenutzen: Statt Münzeinwurf gibt nun ein Computer die Schlüssel aus (2 Varianten groß/klein), dann darf der zugewiesene Schrank gesucht werden. Zur Rückgabe muss man dann noch einmal an den elektronischen “Ausgabeautomaten” (ausführlichere Erklärung im Link).
Mir gefällt das, weil somit öfters Stau ist, da alle an den einen Computer müssen. Da können sich viel besser die (Schweine)grippenviren verbreiten. Wahrscheinlich der einzige soziale Kontakt für die Studierenden dort. Vorbei das der Komplexität des Studierens unangemessen simple System, wo alle zeitgleich per Münzeinwurf an ihren Schrank können. Das ist ja wie am Bahnhof. Münzwechselautomaten – päh! Jetzt weiß die TIB wenigstens, wer wann wie lange welche Schrankgröße belegt – und nicht das einer auf die Idee käme zwei Schränke parallel zu nutzen.